Zeremonie in der Hitze : die Schwitzhütte :

In einem Iglu, aus gebogenen Ästen und gedeckt mit Wolldecken, sitzen wir auf der Erde, in Dunkelheit rund um glühende Steine. Obwohl es viele sind, ist jeder und jede für sich, begleitet durch den der das Wasser auf die Steine giesst. Unter dem Duft von Heilkräutern und dem heissen Dampf kann sich Entspannung breit machen. Der Trommelschlag und fremde Melodien führen die Aufmerksamkeit aus der Besetzung des Alltäglichen in die Wahrnehmung vom Besonderen, vom Heiligen, vom Lebendigen. Der Raum zwischen den Steinen ist gefüllt von der eigenen Atmung, dem eigenen Herzschlag, dem eigenen Gebet. Nach ca. 50 – 80 Minuten schliesst sich dieser Raum wieder und die Teilnehmer/Innen treten aus der Hütte. Es besteht keine Erwartung an einen Austausch über das Erfahrene.

Die Schwitzhütte ist eine archaische Zeremonie welche keiner spezifischen Kultur zugeordnet werden kann. Es ist eine Zeremonie von Menschen in der Natur, welche sich äufbäumen für ein besseres Leben, von Menschen die In sich gehen um zu verstehen um einzusehen, von Menschen die sich einordnen wollen um Grösserem Platz zu geben, von Menschen eben, die aus ihrem Zentrum in die weite Welt treten möchten.